Tagesspruch

Unbenanntes Dokument 29. März

Der Tod macht alle gleich.
Die größte Macht, der größte Pomp, das größte Wissen, die perfekteste
Schönheit verlieren alle Bedeutung im Angesicht des Todes.
Und was ist der Tod? Die Schlussrechnung des Lebens. So, wie du gelebt hast,
so wirst du sterben.
Nichts ist zufällig in deinem Leben. Deine Geburt nicht. Die Begegnungen in
deinem Leben nicht. Dein Tod nicht. Alles hat mit dir, deinen Handlungen
und deren Konsequenzen zu tun.
Du bist der Schmied deines Schicksals. Alles andere ist nur Wirkung.
Steigst du in den Zug nach Paris ein, kommst du in Paris an. Du musst nicht
wissen, wie man eine Lokomotive bedient. Du musst nicht einmal die Richtung
kennen, geschweige denn die Strecke. Du löst einen Fahrschein, steigst
ein. Alles Weitere regelt die Bahn.
Genauso ist es auch im Leben. Wählst du den Zug zu Gott, benötigst du nur
den Fahrschein, der in der Wiederholung des Namens Gottes besteht (27.2.).
Alles Weitere macht dann Gott.
Entscheidest du dich für die Welt, ist alles etwas anders. Auch hier gibt es
Züge. Aber keine direkten. Es gibt auch keine Kurswagen. Warum? Weil sich
die Richtung in der Außenwelt unentwegt verändert.
Die Welt ist durch das ständige Mehr-oder-Weniger gekennzeichnet. Der
Reisende verändert deshalb immer wieder seine Richtung.
Bis er an einem Kopfbahnhof anlangt, an dem seine Richtung grundlegend
neu bestimmt wird.
Die Neubestimmung besteht im Erkennen, dass er früher oder später den Zug
nehmen muss, der aus der Welt herausführt.
Es ist von großer Wichtigkeit, dass er diesen Zug nimmt, bevor der Tod dies
entscheidet, denn es stirbt sich nicht gut, solange man auf Reisen durch die
Außenwelt beziehungsweise die Illusion ist!

Aus dem Buch Zeitlose Wahrheiten für jeden Tag

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